Beim Grand Slam am vergangen Wochenende in der kasachischen Hauptstadt Astana gewannen unsere OSP-Athletinnen vom Bundesstützpunkt in Köln, Miriam Butkereit und Alina Böhm, jeweils die Silbermedaille – herzlichen Glückwunsch!
Miriam Butkereit kämpft in der Gewichtsklasse bis 70 kg bis zum Finale einen souveränen Wettkampf. Sie gewinnt mit einer Haltetechnik ihren ersten Kampf gegen die Sudaba Aghayeva aus Aserbaidschan in weniger als zwei Minuten. Auch gegen die Inderin Takhellambam macht sie kurzen Prozess und siegt nach 40 Sekunden mit Ippon. Sie steht damit im Halbfinale und gewinnt auch da gegen die Polin Alexandra Kowalewska kurz vor Ende der regulären Kampfzeit wieder am Boden mit einer Haltetechnik. Erst im Finale muss sie sich geschlagen geben. Gegen die Französin Clemence Eme gibt sie nach eineinhalb Minuten eine Yuko-Wertung ab und kann sie nicht mehr aufholen. Sie gewinnt damit Silber.
Alina Böhm steht in der ersten Runde der Gewichtsklasse bis 78 kg der Inderin Narang gegenüber und gewinnt nach eineinhalb Minuten mit einer Haltetechnik. Im Poolfinale gegen die Russin Babintseva gewinnt sie im Golden Score mit Waza-ari und geht ebenso ins Halbfinale. Die Französin Liz Ngelebeya besiegt sie dort nach reichlich zwei Minuten mit Waza-ari und einer anschließenden Haltetechnik. Sie steht damit im Finale gegen ihre nationale Konkurrentin Anna Monta Olek, der sie sich nach der dritten Strafe im Golden Score geschlagen geben muss.
„Das Finale zwischen Anna Monta und Alina war eine sehr, sehr enge Kiste und die Kampfrichter haben Anna vorn gesehen“, sagte Frauen-Bundestrainer Claudiu Pusa. „Es war heute der letzte Test vor dem Qualistart für Olympia 2028 im Juni. Den letzten Schliff holen wir uns nächste Woche in Benidorm. Es waren starke Nationen hier am Start, auch wenn Japan, China und Israel fehlten. Mit unseren Ergebnissen können wir uns gut zeigen“.
Quelle: Deutscher Judo-Bund
Bilder: IJF © Tamara Kulumbegashvili & IJF © Gabriela Sabau