Nach neun spannenden Wettkampftagen sind am gestrigen Abend die Paralympics von Mailand und Cortina d’Ampezzo im Rahmen der traditionellen Schlussfeier zu Ende gegangen. Team Deutschland zog ein positives Fazit, sammelten die deutschen Athlet*innen doch 17 Medaillen (2 x Gold, 6 x Silber, 9 x Bronze). „Das zeigt, dass wir hier ein starkes Team am Start hatten, wenngleich wir uns natürlich noch mehr Platzierungen auf dem Podium und auch Ausreißer nach ganz oben gewünscht hätten“, sagte Marc Möllmann, Vorstand Leistungssport im Deutschen Behindertensportverband und erstmals Chef de Mission des Team D Paralympics.
Im deutschen Team standen mit Kathrin Marchand (Para Skilanglauf), Andrea Eskau (Para Skilanglauf & Para Biathlon) sowie den Para Eishockeyspielern Jano Bußmann, Christian Jaster, Ingo Kuhli-Lauenstein und Marcel Malchin auch sechs OSP-Sportler*innen, die von Jeremias Wilke als Guide von Alexander Rauen (Para Ski Alpin) ergänzt wurden.
Kathrin Marchand (Skiclub Bayer Leverkusen) verpasste bei ihrem 4. Platz im Sprintrennen Bronze nur um 1,9 Sekunden. Über 10km lag die 35-Jährige zur Hälfte des Rennens auf dem Bronzerang, dann zwang sie ein Schwäche- und Schwindelanfall zur Aufgabe. Über 20km landete sie dann auf einem guten 10. Rang.
Andrea Eskau erreichte in allen Wettbewerben eine Top-10-Platzierung. Auch die achtmalige Paralympics-Siegerin verpasste im Sprintrennen der sitzenden Klasse Bronze nur hauchdünn um 1,9 Sekunden. Im 10km-Rennen kam sie auf Rang 10. Beim Biathlon standen am Ende ein 7. Platz im Verfolgungsrennen und ein 8. Platz im Sprintrennen. Im Einzel der sitzenden Startklasse über 12,5km wurde die 54-Jährige aufgrund einer nicht ordnungsgemäßen Wende disqualifiziert.
Unser Para Eishockey-Team erlebte maximal aufregende Paralympics, für die sich die Mannschaft überraschend bei der WM 2025 qualifiziert hatte. Mit 4:3 (2:1, 0:2, 1:0, 1:0) rang Deutschland den langjährigen Rivalen Slowakei in den Platzierungsspielen nieder und hatte nach dem ersten Paralympics-Sieg seit 20 Jahren die Chance auf Platz fünf. Im Spiel gegen Gastgeber Italien unterlag das Team von Peter Willmann nach zweimaliger Führung mit 2:5 (1:0, 1:2, 0:3) und beendet das Paralympics-Comeback auf Rang sechs.
Guide Jeremias Wilke erreichte mit seinem sehbeeinträchtigten Schützling Alexander Rauen zunächst dreimal den 11. Platz im Super G, in der Super-Kombination und im Riesenslalom. Im Slalom klappte es dann endlich mit einer Top10-Platzierung, das Duo kam bei schwierigen Bedingungen auf den 9. Platz.
Quelle: DBS
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