Bei den Ruder-Weltmeisterschaften in Amsterdam wurden unsere OSP-Athletin Kathrin Marchand (RTHC Bayer Leverkusen) und Partner Valentin Luz (Frankfurter RG Germania) im Mixed-Doppelzweier der Klasse PR3 ihrer Favoritenrolle mehr als gerecht und verteidigten ihren Titel aus dem Vorjahr erfolgreich. Herzlichen Glückwunsch!
Das Duo musste dabei zusammen mit ihrem erfahrenen Trainer Ralf Müller eine 90-minütige Rennunterbrechung überstehen, aber trotz der Verspätung spulten sie ihr Finalrennen im PR3 Mixed-Doppelzweier wie ein Uhrwerk ab. Ohne Leiden ging es allerdings nicht. „Es war super hart, wir haben uns nicht gut gefühlt während des Rennens. Aber dafür trainieren wir ja viel, dass wir auch an schlechten Tagen gewinnen“, sagte Luz nach dem überlegenen Sieg vor der Ukraine und Australien, der beiden den zweiten Weltmeister-Titel nach Shanghai 2026 einbrachte. Von Beginn an lagen beide in Führung und vergrößerten den Vorsprung auf das während des kompletten Rennens auf Rang zwei abonnierten Bootes aus der Ukraine zwischenzeitlich bis auf gut sechs Sekunden.
Am Ende waren es dann genau 5,31 Sekunden Vorsprung für Valentin und Kathrin, die in 7:03,97 Sekunden über den Zielstrich fuhren. Gut fünf Sekunden über der Weltbestzeit, die ebenfalls von den Beiden gehalten wird. „Wir haben ähnliche Vorstellungen vom Rudern, wir sind gleich ehrgeizig“, nannte Luz die Gründe, warum er und Marchand so erfolgreich und weiter ungeschlagen sind. „Sie vertrauen einander und tolerieren gegenseitig ihre Eigenheiten“, nannte Trainer Müller als Erfolgsrezept. Am Horizont stehen als großes Ziel die Paralympics 2028 in Los Angeles.
„Eine grandiose Leistung vom Doppelzweier“, freute sich Para-Bundestrainer Marc Stallberg. „Es war sehr professionell, wie beide und das ganze Team mit der Verzögerung umgegangen und locker geblieben sind.“
Mit Daniel Müller-Groß (RTHC Bayer Leverkusen) war noch ein zweiter OSP-Vertreter bei der WM am Start. Der neu besetzte der PR3 Mixed-Vierer mit Steuermann erreichte das A-Finale, musste sich dort aber der starken Konkurrenz beugen und landete am Ende auf dem 6. Rang.
Quelle: Deutscher Ruderverband
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