Die Para Radsport-Elite kämpfte bei der Bahn-WM im niederländischen Apeldoorn (29. Oktober bis 1. November) um die letzten Weltmeistertitel des Jahres. Bundestrainer Gregor Lang schickt eine achtköpfige deutsche Auswahl ins Velodrom Omnisport, die sich über insgesamt fünf Medaillen freuen konnte.
Für besondere Aufmerksamkeit sorgte das neu formierte Männer-Tandem mit unserem OSP-Athleten Marc Lembeck und seinem Tandem-Piloten Robert Förstemann. Für den 37-jährigen Marc Lembeck ist es nach Para Leichtathletik und Para Rudern bereits die dritte paralympische Sportart – 2008 erlebte er die Paralympics in Peking auf der Tartanbahn, 2024 in Paris verpasste er mit dem Mixed-Vierer die Bronzemedaille nur um sechs Hundertstel. Robert Förstemann, Olympia-Medaillengewinner im Bahnradsport, ist inzwischen seit rund acht Jahren im Para Radsport aktiv und gewann bereits fünf WM-Medaillen mit verschiedenen Partnern.
Am letzten Wettkampftag dieser Bahnrad-WM sorgte dieses neu formierte Duo gemeinsam mit Maya Fügenschuh und deren Pilotin Corinna Lechner mit dem Gewinn der Silbermedaille im Mixed-Team-Sprint für einen historischen Erfolg: Erstmals sicherte sich ein deutsches Team eine Medaille in diesem Wettbewerb.
Die erst 17-jährige Maya Fügenschuh freute sich über ihre erste WM-Medaille „Das war unser erster Team-Sprint mit den Jungs, das ist schon etwas Besonderes. Wir hätten dieses Ergebnis auch nicht erwartet und sind total zufrieden mit der Silbermedaille“. Auch für den erfahrenen Piloten Robert Förstemann, der erst seit einem Jahr zusammen mit Marc Lembeck fährt, war dies ein großer Erfolg: „Das hat total viel Spaß gemacht, wir sind Vize-Weltmeister! Hätte uns das jemand im Vorfeld gesagt, das hätten wir nicht geglaubt.“
Herzlichen Glückwunsch, Marc!
Mehr Infos zur Bahnrad-WM gibt es beim Deutschen Behindertensportverband
Quelle: DBS
Bild: © Drew Kaplan / DBS
