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Leichtathletik: OSP-Hindernisläufer Frederik Ruppert mit Europarekord

OSP-Hindernisläufer Frederik Ruppert, hier bei der WM 2025 in Tokio, lief bei der Diamond League in Marokko Europarekord (Archivbild: Picture Alliance)

Unser OSP-Athlet und Olympiateilnehmer Frederik Ruppert (Aachen) stellte bei der Diamond League in Marokko einen neuen Europarekord über 3.000m Hindernis und unterbot in 7.57,80 Minuten als erster Europäer auf dieser Strecke die Acht-Minuten-Schallmauer. Herzlichen Glückwunsch!

Nachfolgend der Wettkampfbericht von Jan-Henner Reitze auf leichtathletik.de:

Mit Rang zwei und deutschem Rekord war Hindernisläufer Frederik Ruppert im vergangenen Jahr beim Diamond League-Meeting in Rabat in die Weltspitze vorgestoßen. Am Sonntag beeindruckte der 29-Jährige bei der diesjährigen Ausgabe des Meetings mit der nächsten Steigerung: Er durchbrach als erster Europäer in der Geschichte die Acht-Minuten-Grenze. Als Vierter meldete sich Speerwerfer Thomas Röhler erfolgreich zurück.

Kann sich ein solcher Traumlauf wiederholen? Es ist gut ein Jahr her, dass Frederik Ruppert (LAV Stadtwerke Tübingen) beim Diamond League-Meeting in Rabat (Marokko) den deutschen Rekord über 3.000 Meter Hindernis pulverisierte, in 8:01,49 Minuten in die Weltspitze vordrang und als Zweiter hinter dem zweimaligen Olympiasieger und lokalem Headliner des Meetings Soufiane El Bakkali ins Ziel spurtete.

Die Antwort lautet: Ja! Und es geht sogar noch mehr! Am Sonntag bei der diesjährigen Auflage des Meetings waren es wieder die 3.000 Meter Hindernis, die den Schlusspunkt des Abends setzten. Und an der Spitze wurde ein Tempo für eine Zeit deutlich unter 8:00,00 Minuten angeschlagen. Frederik Ruppert ließ es zuerst etwas ruhiger angehen, saugte sich aber Stück für Stück an das Spitzentrio heran, das wieder von Lokalmatador Soufiane El Bakkali angeführt wurde. In der Schlussrunde hatte der DLV-Athlet noch Reserven, um am letztlich drittplatzierten Simon Koech (7:59,44 min) und viertplatzierten Edmund Serem (beide Kenia; 8:01,61 min) vorbeizuziehen.

Wie schon im Vorjahr dicht auf den Fersen von Sieger Soufiane El Bakkali (7:57,25 min) stürmte Frederik Ruppert als Zweiter in 7:57,80 Minuten ins Ziel. Damit unterbot er neben seinem deutschen Rekord auch den Europarekord (8:00,09 min) des Franzosen Mahiedine Mekhissi-Benabbad aus dem Jahr 2013 und blieb als erster Europäer unter acht Minuten. Weltweit sind in der Geschichte nur elf Athleten schneller gewesen.

Europarekord war im Wintertraining im Hinterkopf

„Rabat ist für mich ein Ort voller Emotionen. Das Rennen ähnelte sehr dem letzten Jahr, ich habe es quasi kopiert, aber die Konkurrenz war noch schneller. Nach den ersten 600 Metern habe ich nicht mehr voll an mich geglaubt, weil ich mich ziemlich eingerostet gefühlt habe“, erklärte Frederik Ruppert nach seinem erneuten Coup. „Aber dann lief es einfach weiter, es war wieder ein Beschleunigungsrennen. Nach meinen 8:01 Minuten im letzten Jahr war der Europarekord definitiv mein Ziel.“

27:24,53 Minuten über 10.000 Meter hatten Ende März schon eine starke Form angedeutet. „Auch die letzten Trainingseinheiten waren fantastisch, das hätte ich letztes Jahr nicht geschafft. Ich wusste also, dass ich gut in Form war“, so der EM-Vierte. Als nächste Stationen sind in Turku (Finnland; 3. Juni) Starts über 5.000 Meter und Hengelo (Niederlande; 21. Juni) über 1.500 Meter geplant.

„Es ist unglaublich, als erster Europäer die Acht-Minuten-Marke geknackt zu haben. Ich habe den ganzen Winter mit diesem einen Ziel vor Augen trainiert und keinen einzigen Trainingstag ausgelassen“, ergänzte der Athlet der LG Stadtwerke Tübingen. „Umso schöner ist es, dass sich die Mühe endlich auszahlt. Ich freue mich riesig auf die Europameisterschaften, alles andere ist ein Bonus.“ Ganz nebenbei ist die Norm (8:20,00 min) für die EM in Birmingham (Großbritannien; 10. bis 16. August) auch in diesem Sommer abgehakt.

Quelle: DLV / Jan-Henner Reitze
Archivbild: Picture Alliance

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